Haushalt 2026
Haushalt 2026 genehmigt: Gilserberg setzt Konsolidierungskurs fort
Gilserberg, 30. September 2026. Der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises hat mit Schreiben vom 29. September 2026 die Haushaltssatzung der Gemeinde Gilserberg für das Jahr 2026 genehmigt. Die Gemeindevertretung hatte den Haushalt und das Haushaltssicherungskonzept am 26. Mai 2026 beschlossen. Die Haushaltssatzung kann nun öffentlich bekannt gemacht werden.
Die Kommunalaufsicht hatte die Prüfung im Juli zunächst zurückgestellt, bis der Jahresabschluss 2024 vorlag. Kredite für Investitionen in Höhe von 566.954 Euro hatte sie bereits am 16. Juli vorab genehmigt, sodass Investitionen schon vor der Gesamtgenehmigung finanziert werden konnten.
Im Ergebnishaushalt 2026 weist die Gemeinde einen Fehlbedarf von 182.247 Euro aus, nach 145.276 Euro im Vorjahr. Die vorhandenen Rücklagen reichen für einen Ausgleich nicht aus. Im Finanzhaushalt erwirtschaftet die laufende Verwaltung einen Überschuss von 317.501 Euro. Für Tilgungen und Zahlungen an die Hessenkasse sind jedoch 732.585 Euro fällig. Es bleibt eine Lücke von 415.084 Euro. Nach der Hessischen Gemeindeordnung ist deshalb ein Haushaltssicherungskonzept erforderlich.
Das Konzept sieht für die Jahre 2027 bis 2029 höhere Grundsteuern A und B, höhere Kindergartengebühren, Mieten und Pachten, höhere Verwaltungs- und Feuerwehrgebühren sowie die Anpassung und Abschaffung freiwilliger Leistungen vor. Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt im Jahr 2028.
„Die Genehmigung gibt uns Planungssicherheit für die verbleibenden Monate dieses Jahres. Die Vorgaben der Kommunalaufsicht sind deutlich, und wir nehmen sie ernst“, erklärt Bürgermeister Lukas Daum. „Dem Haushaltsjahr bleibt noch ein Quartal. Für den Haushalt 2027 heißt das: Er muss früh kommen, damit die beschlossenen Maßnahmen rechtzeitig wirken.“
„Wir sparen, und wir setzen um, was wir beschlossen haben. Die Zahlen zeigen aber auch, dass eine kleine Gemeinde eine strukturelle Unterfinanzierung nicht allein ausgleichen kann“, so Daum. „Wenn Bund und Land Aufgaben übertragen, müssen sie auch für deren Finanzierung sorgen. Wer bestellt, bezahlt.“
Die Gemeindevertretung hat sich deshalb am 29. September 2026 mit einer Resolution an Bund, Land, den Schwalm-Eder-Kreis und den Hessischen Städte- und Gemeindebund
gewandt. Sie fordert unter anderem die konsequente Anwendung des Konnexitätsprinzips, eine angemessene Berücksichtigung von Fläche, Ortsteilen und Straßenkilometern im Kommunalen Finanzausgleich sowie verlässliche Mittel statt kleinteiliger Förderprogramme.
„Die Konsolidierung wird allen etwas abverlangen, der Gemeindevertretung, der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern. Das gelingt nur gemeinsam“, betont Daum. „Gilserberg lebt von Menschen, die anpacken. Darauf können wir auch in finanziell schwierigen Zeiten bauen.“
Kontakt für Rückfragen
Gemeindevorstand der Gemeinde Gilserberg, Lukas Daum, Bürgermeister, Bahnhofstr. 40, 34630 Gilserberg
Telefon: 06696 / 9619-16
