Ehrung Klaus Böse

Im Rathaus der Gemeinde Gilserberg fand am 13.1.2026 die feierliche Verleihung des Hessischen Verdienstordens an Herrn Klaus Böse durch Herrn Landrat Winfried Becker statt.

Herr Landrat Becker und Herr Bürgermeister Daum würdigten in ihren Reden das jahrzehntelange ehrenamtliche Wirken von Herrn Böse. Landrat Becker zeichnete in seiner Ansprache den Lebensweg und das außergewöhnliche Engagement von Herrn Böse nach. Bereits ab den 1960er-Jahren übernahm dieser Verantwortung für die Allgemeinheit und engagierte sich über viele Jahrzehnte hinweg kontinuierlich in verschiedenen Bereichen. Landrat Becker betonte, dass Herr Böse über all die Jahre hinweg mit Verlässlichkeit, Pflichtbewusstsein und persönlichem Einsatz Maßstäbe gesetzt habe und dass es mehr Menschen brauche, die sich in dieser Weise für das Gemeinwohl einsetzen.

Nach seiner Schulzeit und der Ausbildung zum Werkzeugmacher begann Herr Böse früh mit seinem ehrenamtlichen Engagement. Von 1968 bis 1972 war er Beigeordneter der Gemeinde Itzenhain, von 1972 bis 1974 anschließend Beigeordneter der Großgemeinde Gilserberg.

Der Schwerpunkt seines Wirkens lag jedoch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Bereits ab 1964 übernahm Herr Böse Verantwortung als Ortsbrandmeister der Gemeinde Itzenhain. Von 1972 bis 1974 war er zudem Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Itzenhain. Nach der Gebietsreform erwarb er sich von 1974 bis 2000 als Ortsbrandmeister beziehungsweise Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Gilserberg große Verdienste. In dieser Zeit leistete er entscheidende Aufbauarbeit und trug maßgeblich zur Entwicklung eines modernen und leistungsfähigen Feuerwehrwesens bei.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Einsatzdienst im Jahr 2000 blieb Herr Böse der Feuerwehr eng verbunden. Seit 2000 gehört er der Alters- und Ehrenabteilung an, ist deren Sprecher und nimmt weiterhin an Sitzungen des Wehrführerausschusses teil. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre in Festausschüssen und unterstützte die Feuerwehr bei zahlreichen Veranstaltungen. Bis 2022 wirkte er zudem bei den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag mit Redebeiträgen mit und vertritt die Feuerwehr bis heute als Trauerredner bei Beisetzungen verstorbener Kameradinnen und Kameraden.

Ein weiterer wichtiger Bereich seines Engagements ist das Ortsgericht Gilserberg II, dem Herr Böse seit 1975 ununterbrochen angehört. Zunächst war er als Ortsgerichtsschöffe tätig, bevor er 1996 zum Ortsgerichtsvorsteher berufen wurde – ein Amt, das er bis heute ausübt.

Auch im Bereich des Fischereiwesens brachte Herr Böse seine Fachkenntnis ein. Von 1992 bis 2001 war er als Fischereiberater der Unteren Fischereibehörde des Schwalm-Eder-Kreises tätig, seit 2002 steht er dieser als stellvertretender Fischereiberater weiterhin zur Verfügung. Zudem ist er Mitglied im Prüfungsausschuss zur Abnahme der Fischerprüfungen.

Darüber hinaus war Herr Böse ab 1995 maßgeblich an der Begründung der Partnerschaft zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Gilserberg und der Feuerwehr der französischen Partnergemeinde Rocheservière beteiligt und setzt sich bis heute aktiv für die Aufrechterhaltung der Partnerschaft ein.

Herr Bürgermeister Lukas Daum hob in seiner Rede hervor, dass genau dieses langjährige und vielseitige ehrenamtliche Engagement das Leben in Gilserberg lebenswert mache. Menschen wie Herr Böse würden den Zusammenhalt stärken und das Gemeindeleben über Generationen hinweg prägen. Dafür sprach er ihm im Namen der Gemeinde großen Dank und Anerkennung aus.

Bei all seinem jahrzehntelangen ehrenamtlichen Wirken konnte sich Herr Böse stets auf den Rückhalt und die Unterstützung seiner Familie verlassen, die ihm über all die Jahre hinweg den notwendigen Rückhalt gab.

Abschließend bedankte sich Herr Böse in persönlichen Worten herzlich bei Herrn Zmyi-Köbel (Leiter Amtsgericht Schwalmstadt), der diese hohe Auszeichnung für ihn angeregt hatte. Er zeigte sich dankbar und betonte, dass sein ehrenamtliches Wirken stets aus Überzeugung und Verbundenheit zur Gemeinde erfolgt sei.